Dr. Kielstein GmbH
Abhängigkeitserkrankungen und psychosomatische Störungen 

MPU – Medizinisch Psychologische Untersuchung

Wir beraten Sie in über die Möglichkeiten der Vorbereitung auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

In Deutschland standen 1998 bei Unfällen mit Personenschaden 29.166 Beteiligte unter Alkoholeinfluss. Alkoholkonsum stellt eine der wichtigsten Gefahren für die Sicherheit im Straßenverkehr dar

• ab 0,3 ‰ relative Fahruntüchtigkeit,
• ab 0,5 ‰ Fahruntüchtigkeit,
• ab 1,1 ‰ absolute Fahruntüchtigkeit (Straftat).

„Verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch liegt vor, wenn der Betroffene die Verkehrsteilnahme und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden alkoholkonsum nicht hinreichend trennen kann, ohne bereits alkoholabhängig zu sein.“

Von Missbrauch ist insbesondere auszugehen

• wenn wiederholt ein Fahrzeug unter unzulässig hoher Alkoholkonzentration geführt wurde,
• nach einmaliger Fahrt unter sehr hoher Alkoholkonzentration.

Wer z. B. in der Lage ist, mit als 1,5 ‰ noch ein Fahrzeug zu starten, hat eine hohe Alkoholtoleranz/“Giftfestigkeit“ entwickelt, welche auf ein zeitlich ausgedehntes Training mit großen Trinkmengen zurückzuführen ist.

Hinter dem Missbrauch kann sich auch eine Alkoholabhängigkeit (=Alkoholkrankheit) verbergen.

Bei Alkoholmisssbrauch und bei Alkoholabhängigkeit sind die Voraussetzungen zum Führen eines Kraftfahrzeuges nicht erfüllt. Der Führerschein wird eingezogen.

Die Lösung:

Die Voraussetzung zum Führen von Kraftfahrzeugen kann nur wiederhergestellt werden, wenn

1. das Alkoholtrinkverhalten ausreichend geändert wurde („kontrolliertes Trinken“ oder Abstinenz),

2. die vollzogene Änderung im Umgang mit Alkohol stabil und motivational gefestigt ist:

  • angemessenes Problembewusstsein,
  • angemessenes Wissen zu Alkoholtrinken und Fahren,
  • genügend lange Erprobung und Erfahrungsbildung (Alkoholmissbrauch:6-12Monate, Alkoholabhängigkeit: nach erfolgreicher Entwöhnungsbehandlung 12 Monate Nachsorge),
  • die mit der Verhaltensänderung erzielten Wirkungen werden positiv erlebt,
  • der Änderungsprozess kann nachvollziehbar aufgezeigt werden,
  • eine evtl. zugrunde liegende Persönlichkeitsproblematik wurde erkannt und entscheidend korrigiert.

Die Wiederherstellung der Fahreignung wird angenommen, wenn sich die noch feststellbaren Mängel in der Problemlösung durch einen anerkannten und evaluierten Rehabilitationskurs für alkoholauffällige Kraftfahrer beseitigen lassen.