Dr. Kielstein GmbH
Abhängigkeitserkrankungen und psychosomatische Störungen 

Erstes Sucht-Netzwerk startet in Magdeburg

DAK vereinbart bislang einzigartiges Behandlungsprogramm – Alkoholsucht im Focus

Magdeburg,  17.  Oktober 2008. Zu  spät  erkannt,  unzureichend
behandelt  und  zu  selten  Rehamaßnahmen  eingeleitet. Dies  sind  die
Hauptgründe,  weshalb  aus  Suchterkrankungen  häufig  schwer
therapierbare und kostenintensive chronische Leiden werden. Die DAK
hat  2007  in  Sachsen-Anhalt  insgesamt  425  stationäre  Aufenthalte
aufgrund von Suchterkrankungen registriert, deren Gesamtkosten über
eine  Million  Euro  betrugen.  Ein  im  Land  bislang  einzigartiges
Behandlungsnetzwerk  der  Krankenkasse  versucht  hier  Abhilfe  zu
schaffen.

In  Magdeburg  hat  die  DAK  jetzt  ein  integratives
Therapiekonzept  vereinbart.  Ziel  ist  es,  Patienten  möglichst  früh  eine
qualifizierte Entzugsbehandlung anbieten zu können.
Bei  der  Behandlung  von  Abhängigkeitserkrankungen  wie  Alkohol-,
Medikamenten- und Drogensucht sowie Essstörungen kooperieren seit
Oktober  die  Facharztpraxis  für  Neurologie  und
Psychiatrie/Psychotherapie-Suchtmedizin Dr.  Volker  Kielstein sowie
das AMEOS Klinikum  für  Psychiatrie und  Neurologie  in  Haldensleben
mit  niedergelassenen Ärzten. Im  Focus  steht  dabei  die
Alkoholabhängigkeit.  „Sachsen-Anhalt  hat bei  der  alkoholischen
Leberkrankheit  im Zeitraum  2000  bis  2006 die  zweithöchste
Sterblichkeitsrate  unter allen Bundesländern und diese Erkrankung ist
hierzulande die häufigste Todesursache bei Männern zwischen 40 und
50  Jahren“,  berichtet  DAK-Vertragschef  Hartmut  Kopf. „Der  Vertrag
verbessert  durch  die  Verknüpfung  ambulanter  und  stationärer
wohnortnaher  Behandlungsmöglichkeiten  entscheidend die
Therapiechancen der Betroffenen“, sagt Dr. Kielstein.
Die  Vermeidung  der  Chronifizierung  der  Alkoholsucht wird  durch
medizinische Sofortinterventionen möglich. Dabei handelt es  sich um
ambulante  bzw.  stationäre  Entgiftung  und  den  sogenannten
„qualifizierten  Entzug“, der  tagesklinisch  und  damit wohnortnah
angeboten wird. Neben der rein körperlichen Entgiftung werden sowohl
die  zugrunde  liegenden  Suchtmechanismen  als  auch  psychische  und
körperliche  Begleitkrankheiten  behandelt.  Außerdem  gibt  es
Hilfestellung  bei  sozialen  Problemen.  Das  Angebot  basiert  auf  dem
neuesten  Stand  der Behandlungsleitlinien der  wissenschaftlichen
medizinischen  Fachgesellschaften. Es  wird  durch  umfassende

Qualitätssicherungsmaßnahmen  und  den  Einsatz  eines
Patientenfragebogens begleitet. „Wir bieten den Betroffenen innovative
Behandlungsmethoden  und schnelle  Hilfe. Gleichzeitig  hoffen wir,
Arbeitsunfähigkeitszeiten verkürzen und Klinikaufenthalte reduzieren zu
können“, erklärt Kopf.